Neue Studie: Smartphone-Sicherheit ist noch zu gering.

Benjamin Thiessen 30.07.2012, 13:22 Uhr | Kategorie IT-Sicherheit
Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. Bitkom meldet, dass Smartphone-Besitzer zu locker mit Sicherheitsvorkehrungen umgehen. Im Gegensatz zum Umgang mit Notebooks und Desktop-PCs ist es in den Köpfen der Benutzer noch nicht genug angekommen, dass auch Smartphones ein immer beliebteres Ziel von Cyber-Kriminalität werden.
Bitkom berichtet dabei, dass die Zahl der Smartphone-Besitzer zwar stark und stetig steigt (34 Prozent der Deutschen besitzen ein Smartphone), aber nur jeder Zweite einen Virenschutz benutzt. Jeder Fünfte verzichtet auf jede Art von Sicherheitsvorkehrung. Dabei gibt es umfangreiche Sicherheitsfunktionen für den Gebrauch mit einem Smartphone. Auf Smartphones befinden sich mittlerweile nicht nur Möglichkeiten zur Internetnutzung sondern auch umfangreiche Verwaltung eigener Dateien. Viele Smartphone-Nutzer verwenden Apps zur Abfrage von Kontodaten und anderen hochsensiblen Informationen.

SIM-Karten PIN und Displaysperre



Zum Schutz eines Smartphones gibt es umfangreiche Möglichkeiten. Zuerst einmal sollte man die SIM-Karte mit einer PIN absichern. Das ist über die Einstellungen auch deaktivierbar, jedoch sollte man auf jedem Telefon davon absehen. Sollte das Smartphone einmal verloren gehen, könnte so von dem Telefon aus angerufen werden.
Zumeist ist es auch möglich das Display eines Smartphones zu sperren. Nach einer Weile der Nichtbenutzung wird der Bildschirm abgedunkelt und gesperrt. Er ist dann aber durch ein Streichen über den Bildschirm - oder das Slide-to-unlock Prinzip bei den iPhones von Apple - zu entsperren. Diese Entsperrung kann man erschweren, indem man ein Muster oder eine zusätzliche PIN erstellt, die man bei der Entsperrung eingeben muss.
Auch gibt es inzwischen eine Gesichtserkennung beim Sperrbildschirm oder beim Hochfahren, bei der aber zuletzt eine Sicherheitslücke gefunden wurde. Man konnte dann die Gesichterkennung mit einem vorgehaltenen Foto umgehen.

Sperrung und Verschlüsselung von Daten, Remote-Zugriff



Weiterhin kann in Android das gesamte Gerät verschlüsselt werden. Dazu gehören Konten, Einstellungen, heruntergeladene Anwendungen also die Apps) einschließlich Daten, Medien und andere Dateien. Beim Einschalten muss man dann ein Passwort eingeben um das Gerät zu entschlüsseln. Die erstmalige Verschlüsselung braucht ungefähr eine Stunde zur Erstellung. Auch eine eventuell verwendete SD-Karte kann verschlüsselt werden.
Sehr wirksam nach einem Verlust des Smartphones oder nach Diebstahl ist der Remotezugriff auf das Telefon. So kann aus der Ferne über eine Software auf das Smartphone zugegriffen werden. Je nach Hersteller sind dort die Möglichkeiten unterschiedlich. Samsung bietet mit einem entsprechenden Account an, dass das Telefon aus der Ferne nach Verlust gesperrt und geortet werden kann. Auch die Löschung gewisser Daten ist so möglich. Die Möglichkeiten ein Smartphone zu sichern und bei einem Verlust oder Diebstahl zu verwalten ist also sehr umfangreich und wird zur Zeit noch zu wenig benutzt.
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