Das neue Microsoft Office 2013 - Verknüpfung von Online und Offline.

Benjamin Thiessen 15.07.2012, 13:29 Uhr | Kategorie Apps
Gestern Abend wurde von Steven Ballmer das neue Microsoft Office 2013 vorgestellt. Die Office-Suite wird zusammen mit Windows 8 im Herbst erscheinen. Ein genauer Veröffentlichungstermin steht jedoch noch nicht fest. Es wird 4 Versionen von Microsoft Office 2013 geben: Home Premium, Small Business Premium, ProPlus und Enterprise. Wie immer sind in Microsoft Office Word, Access, Excel, Outlook, OneNote, PowerPoint, Publisher und weitere Tools enthalten. Weiterhin wird standardmäßig SkyDrive mit installiert. Microsoft Office 2013 wirkt insgesamt aufgeräumter, strukturierter, klarer gegliedert wesentlich weniger überladen als Vorgängerversionen. Der Fokus liegt hier ganz klar auf dem konzentrierten und flüssigen Arbeiten.

Best of both worlds: Online und Offline



So wie Google mit seinen Docs und Drive in der letzten Zeit vorgelegt hat, versucht Microsoft jetzt das Beste aus den beiden Welten Online und Offline zusammenzuführen und dabei besonders auf gleichzeitige Befriedigung von Privat- und Business-Kunden zu achten. In der gestern erschienenen Customer Preview kann man schon einige der neuen Features testen und bewundern. Auffällig ist die vermehrte Einbindung von Sharing-Funktionen in den einzelnen Programmen. Bisher konnte man auch schon seine Dokumente im Internet veröffentlichen, diese Funktionen wurden z.B. um die Einbindung von Wordpress erweitert. Dass die Cloud nicht mehr wegzudenken ist, sieht man an der Einbindung von SkyDrive in die Programme. In die Öffnen-Schaltfläche von Word, PowerPoint und Excel ist standardmäßig auch immer die Cloud als Speicherort mit angegeben. Weiterhin kann man in seine Dokumente Online-Medien wie Videos aus Streaming-Portalen einbinden und auch neue Apps hinzufügen - darunter fallen z.B. Enzyklopädie- oder Thesaurus-Anwendungen. Die Möglichkeiten sind hier aber unbegrenzt.

Microsofts Vorteil gegenüber Google: der Funktionsumfang



Schaut man sich die Funktionen in Microsoft Office 2013 an, ist man natürlich mit mehr Möglichkeiten als in Google Docs ausgestattet. Allein die verschiedenen Formatvorlagen und Designs und Templates in Word 2013 sind ein wesentlicher Vorteil gegenüber Google Docs. Während Google Docs in vielen Bereichen noch mehr für native Internet-Nutzer (also die jüngere Generation) gemacht zu sein scheint, richtet sich die Office Suite von Microsoft auch an Nutzer, die schnell ansprechend gestaltete Dokumente und Formate wünschen. Google kann natürlich mit Übersichtlichkeit und einfachem Handling punkten, Microsoft kann dafür seine Tradition an Office Suites ausspielen. Auch lässt Google Drive vergleichbare Programme zu Access oder OneNote vermissen - auch wenn sie das anderweitig vielleicht wieder auffangen.

Zukunft von Microsoft Office?



Wenn die Verschmelzung von Offline und Online noch mehr Einzug gehalten hat, werden mit der Zeit Programme wie OneNote mit Sicherheit wegfallen. Geht es hier immer noch um eine Synchronisation von Notizen, so stehen einem umfangreiche Synchronisierungsmöglichkeiten bereits in anderen Programmen zur Verfügung. Microsoft wird in zukünftigen Versionen der Office Suite sicherlich noch mehr auf Verschlankung und Usability setzen. Und der Umzug der Software komplett in die Cloud steht sicherlich ebenfalls bald bevor.
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